Die unter-schätzte Kraft von Audio in der Customer Experience

Daniel Friesenecker, TheAngryTeddy

Daniel Friesenecker [00:00:06]:
Und jetzt wissen wir vom Aufbau unserer Physiologie ist das Hörzentrum näher am Belohnungszentrum wie andere Sinne.

Alexandra Nagy [00:00:19]:
Und das ist genau der Grund, warum das Hören einen ganz wichtigen Beitrag zur Customer Experience leisten kann. Meine Kollegin Barbara bringt es noch besser

Barbara Aigner [00:00:29]:
auf den Punkt, wie die Stimme als direkter Weg in die Herzen der Kunden genutzt werden kann.

Alexandra Nagy [00:00:36]:
Der direkte Weg in die Kundenherzen. Würdest du den nicht auch gerne finden? Heute haben wir genau dafür eine Sonderepisode für dich vorbereitet. Wir haben einen Gast, der bringt uns zwar keinen eigenen Sound mit, aber er ist sowas wie der Herr der Sounds. Er ist Experte für Corporate Podcasting und gibt uns viele Anregungen, damit eure Kunden und Kundinnen in Zukunft vielleicht noch mehr von euch zu hören bekommen. Er hat kürzlich auch ein Buch dazu veröffentlich "Hörbar echt"- Wie du mit deinem Podcast Menschen bewegst und Kunden gewinnst durch Haltung statt Perfektion. Er schreibt darin unter anderem, dass glatt gebügelte Skripte oder auch sterile Inhalte uns irgendwie zu Robotern machen und wir uns sehr oft hinter der Technik verstecken und wie es anders gehen könnte. Davon handelt genau dieses Buch und eine Menge von wirklich sehr bewegenden Stories dahinter, die ihr schon erlebt habt. Wir verlosen gerne ein Exemplar unter all unseren Hörern und Hörerinnen.

Alexandra Nagy [00:01:53]:
Schreibt uns dazu gerne an office@kunde21.com und wir hoffen, du hast viel Glück und das Exemplar landet bald bei dir zu Hause.

Alexandra Nagy [00:02:05]:
Herzlich willkommen bei Sound of Customers.

Alexandra Nagy [00:02:09]:
Wie hört sich Customer Experience an? Wie kann dein Unternehmen noch besser gehört werden? Hol dir Inspirationen und Tipps.

Barbara Aigner [00:02:17]:
In jeder Folge bringen unsere Gäste ihren ganz besonderen Sound mit und erzählen uns, wie sie ihr Unternehmen für Kundinnen und Kunden so richtig zum Klingen bringen.

Alexandra Nagy [00:02:26]:
Schön, dass du reinhörst bei unserem Podcast von Kunde. Wir sind Alexandra und Barbara.

Barbara Aigner [00:02:35]:
Herzlich willkommen bei einer weiteren Folge von Sound of Customer. Viele Unternehmen fragen uns auf der einen Seite: Warum heißt denn euer Podcast Sound of Customers? Die Antwort ist ganz leicht: Weil wir absolut davon überzeugt sind, dass Customer Experience über alle Sinne angesprochen und geliefert werden muss. Und dazu gehört natürlich auch das Hörerlebnis. Und gleichzeitig auch in unserer Tätigkeit in der Beratung von Unternehmen wurden wir immer wieder gefragt, wie schafft man es denn, diese Multisensorik auch in einzelnen Kontaktpunkte zu bringen? Und wie schafft man es, dass man Hörerlebnisse noch besser in die Customer Experience einbinden kann? Und dieses Thema hat uns natürlich auch beschäftigt und wir haben uns Gedanken gemacht, wie können wir das bestmöglich in einem Sonderpodcast verpacken, Einem Sonderpodcast, wo Alexandra, meine allerliebste Kollegin, und Daniel Friesenecker von The Angry Teddy, die beiden im Gespräch erörtern werden, wie man Hörerlebnisse beim Kunden erzeugen kann, ob sich Podcasts tatsächlich so toll weiterentwickelt haben und das Instrument der Stunde sind, wie Audio als CX-Tool verwendet werden kann. Und wie die Stimme als direkter Weg in die Herzen der Kunden genutzt werden kann. Dabei wünsche ich uns allen viel Freude.

Alexandra Nagy [00:03:59]:
Ich habe heute jemanden bei uns, der ein Spezialist für Emotionen ist oder wie man Emotionen erzeugen kann und zwar ganz besonders mit dem Hören, mit dem auditiven Sinneseindruck. Ich darf heute bei uns begrüßen, Daniel Friesenecker von the Angry Teddy Communications. Hallo Daniel.

Daniel Friesenecker [00:04:22]:
Hallo Alexandra. Servus.

Alexandra Nagy [00:04:24]:
Du, jetzt habe ich schon gesagt, du bist Spezialist, Experte im Erzeugen von Emotionen. Du bist ja strategischer Podcast Coach, aber auch Mentaltrainer und systemischer Coach. Wie passt das zusammen? Wie bist du über den Mentaltrainer, systemischen Coach zum Podcast Coaching gekommen? Was war vorher da oder wie passt es zusammen?

Daniel Friesenecker [00:04:49]:
Es passt in Wirklichkeit gar nicht zusammen, aber das ist das Spannende an dem Thema. Und der Weg war tatsächlich genau umgekehrt. Ich bin marketingvergiftet zu dem gekommen, wo ich heute bin. Hab wahrscheinlich, also ich habe keinen geraden Lebenslauf, aber ich habe jetzt von den Stationen so die typische Evolution durchgemacht, halt irgendwie ins Marketing gerutscht, in der Agentur gewesen, dann auf der Kundenseite auf einmal gewesen und dann draufgekommen, ich will mich selbstständig machen. Auf diesem Weg sind mir Dinge passiert und das Leben hat Aufs und Abs und in den Abs habe ich mich halt diesem ganzen Thema systemischem Coaching, mentaler Gesundheit und so weiter zugewandt, einfach weil ich es selber gebraucht habe, weil ich es mental heute auch meine Tiefs hatte und irgendwie setzen sich dann Puzzles zusammen und mein Eindruck ist, wir reden beim Podcasten so viel über Technik und Perfektionismus und wie können wir ordentlich reden und KI schreibt uns Skripte, aber dass wer nervös sein könnte, wenn er sich vor ein Mikro setzt - das denkt man irgendwie nicht und da braucht es dann so diesen mentalen Dreh den ich versuch den Leuten mitzugeben.

Alexandra Nagy [00:06:02]:
Ja, sehr schön. Da kannst du zusätzlich unterstützen, das klingt für mich schon perfekt. Ich weiß, wie das ist, wenn man nervös ist, wenn man vor dem Mikro sitzt oder auch vor der Kamera. Du Daniel, du hast uns ja 2023 begleitet oder seit 2023 mit unserem eigenen Podcast Sound of Customers. Wir sind damals auf dich gestoßen. Ich habe selbst im Journalismusbereich eine Ausbildung in Richtung Podcasting gemacht und wir haben dann Unterstützung gesucht. Und ich weiß noch, ich bin bei deinem Namen hängen geblieben. Also nicht Daniel Friesenecker, sondern The Angry Teddy.

Alexandra Nagy [00:06:41]:
Warum bist du angry? Oder bist du noch immer angry? Oder warst du nie angry?

Daniel Friesenecker [00:06:47]:
Ich war nie angry. Man kann da ein paar Deutungen dahinter legen. Also ich bin grundsätzlich ein gutmütiger Mensch, nur kann gewisse Entwicklungen in meiner Branche, vor allem im Marketing, können mich schon wütend machen. Also so ganz viel Oberflächlichkeit und Geschreie und so, das halte ich gar nicht aus. Das ist im Marketing ab und zu schwierig, weil da gehört es manchmal so zumindest das Gefühl ein bisschen zum Handwerk dazu. Die Idee hinterm Teddy ist eigentlich die andere Richtung. Ganz viele meiner Kunden haben diese eingefallenen Augen, da hinten hängt er ja (deutet auf ein Bild mit seinem Logo eines wütenden Teddys), wenn der nächste Algorithmus kommt und schon wieder einrennt und jetzt muss ich noch vor der Kamera tanzen und das und das und das. Und irgendwann wird aus diesen Menschen, die eigentlich ein fröhliches Gesicht haben, gehen dann die Augenwinkel nach unten.

Daniel Friesenecker [00:07:37]:
Und meine Idee wäre, die alle wieder zurück zum Strahlen zu bringen. Das ist so die Idee hinterm Teddy. Und er ist heute im besten Sinne des Wortes merkwürdig. Und wer einmal Teddy gesehen hat, vergisst ihn in der Regel nicht so schnell wieder.

Alexandra Nagy [00:07:52]:
Also uns hast du auf alle Fälle zum Strahlen gebracht, das freut mich. Jetzt habe ich schon gesagt, seit 2023 gibt es unseren eigenen Podcast. Was meinst du denn? War das ein guter Zeitpunkt, um mit einem Podcast zu starten? Also wir waren sicher nicht Early Adopters, wahrscheinlich eher Late Majority. Wie siehst du das? Jetzt gibt es gerade einen Podcast Hype? Ist der schon wieder vorbei? Wann sollten denn Unternehmen darüber nachdenken? Besser heute als morgen? Wie siehst du das?

Daniel Friesenecker [00:08:22]:
Das mit den Hypes, da tue ich mir ein bisschen hart. Ich mache das jetzt seit 2006 und hab verschiedene Hypewellen irgendwie wahrgenommen. Jetzt alles das, was so nach 2019 entstanden ist, so kurz vor Corona ist es losgegangen, das nehme ich jetzt das erste Mal so wirklich ernst. Und jetzt sieht man auch, wir sind in der Masse, wir sind im Mainstream unterwegs und dementsprechend glaube ich jetzt nicht, dass wir irgendwie den Abgesang schon wieder einleiten müssen, sondern wir sind halt jetzt so an dem Punkt, wo es in die Masse kommt. Wir sind bei einer Marktdurchdringung von, je nachdem welcher Studie Man glaubt, von 33 bis 40 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Jungen ein bisschen mehr wie die Alten. Das heißt, wir haben da einfach den ganz natürlichen Lebenszyklus, den wir bei Facebook gesehen haben, den wir bei Instagram gesehen haben. Da sind wir jetzt meiner Meinung nach so am Beginn, wo jetzt am Mainstream irgendwie angekommen ist.

Daniel Friesenecker [00:09:20]:
Das heißt, übersättigt sind wir nicht. Wir sind genauso übersättigt oder nicht übersättigt wie in all den anderen Kanälen auch, haben aber noch Potenzial nach oben. Insofern ist jetzt klarerweise meine Idee, nicht so irgendwie übermorgen mit Podcasten aufzuhören.

Alexandra Nagy [00:09:37]:
Du, ich weiß nicht wie es dir geht. Ich erlebe es bei unseren Kunden, bei den Unternehmern, die wir begleiten dürfen seit etlichen Jahren, dass Podcasts noch nicht ganz in der Corporate Welt angekommen sind. Also es gibt etliche Versuche. Es gibt natürlich auch Unternehmen, die sehr gute Podcasts herausbringen. Es gibt dann so Versuche, wo man versucht zu perfekt zu sein und dann sehr viel Aufwand betreibt und dann enttäuscht ist, wenn nach drei Episoden sich dann nicht auf einmal die große Community einstellt oder so. Ich merke, dass wenn wir es jetzt beziehen auf das Thema Customer Experience, bin ich wirklich der Überzeugung, dass Audio sehr viel Nähe, sehr viel Beziehung aufbauen kann und meiner Meinung nach Unternehmen da sehr viel Potenzial in Richtung Kundenorientierung oder Customer Experience liegen lassen. Wie siehst du das? Weil für mich ist Audio und CX derzeit noch maßgeblich beschränkt auf Telefonseminare oder Trainings für die Mitarbeitenden, die im telefonischen Kundenkontakt sind. Und dann hört das Thema Audio und CX schon auf und dann kommt lange nichts und dann kommt vielleicht so etwas auch wie Podcast.

Daniel Friesenecker [00:10:54]:
Da ist jetzt natürlich viel drinnen. Was mir immer wichtig ist, dass wir uns einmal entscheiden, in welchem Podcast Spiel wollen wir denn mitspielen. Meiner Meinung nach gibt es drei Spiele. Das eine ist das Medienspiel, wo ich einfach sage, ich will so was wie eine Nachrichtensendung machen. Das zweite ist Influencer, ich will Reichweite und die vermarkten. Und das dritte ist, ich will Beziehung aufbauen. Und das funktioniert grundlegend anders wie die ersten zwei, die ich genannt habe. Und das, was wir immer wieder sehen, ist, dass irgendwie Unternehmen dann auf einmal zum Mediumspielen anfangen und dann werden irgendwie Profi Hosts geholt.

Daniel Friesenecker [00:11:31]:
Nichts gegen Profi Hosts, nichts gegen professionelle Sprecher und Sprecherinnen, aber es geht vielleicht ein bisschen an der Authentizität und am Gefühl vorbei, wenn da irgendwie sowas Glattgeschliffenes kommt. Und jetzt wissen wir vom Aufbau unserer Physiologie, ist das Hörzentrum näher am Belohnungszentrum wie andere Sinne. Es gibt so zwei Dinge, die meine Seminare immer wieder bringen. Eine Frage, die ich ganz oft stelle: Wer von euch schaltet das Radio leiser, wenn er rückwärts einparkt? Da gehen erstaunlich viele Hände nach oben, weil wir einfach diesen Kanal exklusiv haben. Und das andere ist, wenn ich zu den Leuten sage, stellt euch kurz euer Lieblingslied vor, dann löst es normalerweise irgendeine Art von Gefühlsregung aus, je nachdem, was das Lieblingslied heute für einen bedeutet. Und das nehmen wir uns ein bisschen weg, wenn wir zum Glattschleifen anfangen. Und da ist halt auch die große Kraft drinnen, wenn ich mich darauf einlasse und mit sage, wie wirklich bin und ich weiß, das ist in Corporate Umgebungen immer ein bisschen schwierig, weil natürlich Rollen und Politik und so weiter dann natürlich alles eine Rolle spielt. Aber wenn ich eine Führungskraft oder auch jemanden aus den Mitarbeitern habe, der einfach eine echte Gefühlsregung zeigt bei irgendwas, dann wird einfach da Beziehung viel mehr aufgebaut, als wenn ich dieses geskriptete Corporate Ding habe, das in Wirklichkeit nach Werbebroschüre anhorcht, technisch feinstens gemacht ist.

Daniel Friesenecker [00:13:07]:
Aber bei einem YouTube Channel erwarten wir uns ja auch keine Hollywood Produktionen.

Alexandra Nagy [00:13:12]:
Wenn ich dir so zuhöre, dann trifft ja dieser Wunsch nach Perfektionismus und auf der anderen Seite aber auch Gefühle auszulösen beim Kunden, Kundin, beim Betrachter, Leser, Hörer, was auch immer. Das betrifft ja alle Kanäle, weil wir wünschen uns natürlich auch die besten Texte jetzt, wenn wir in die Schrift gehen und wollen auch, dass die Gefühle auslösen, aber oft sind sie dann so gelackt, dass es überhaupt kein Gefühl auslöst. So geht es uns mit Bildern so geht es uns mit allen. Und ich denke, in der Corporate Welt hat man die Angst, dann Kontrolle abzugeben. Also wenn man schon zum Beispiel jetzt einen Mitarbeiter oder eine Kundin vor die Kamera holt, ob das jetzt ein Podcast ist oder Video, was auch immer, dann ist man natürlich auf der sichereren Seite. Wenn es ein Skript gibt, wo die Kommunikation oder PR Abteilung noch einmal drüber schaut und alles freigegeben hat und wir wissen beide und alle anderen wissen das auch, dann bleibt halt das Gefühl oder die Authentizität oft auf der Strecke. Und das trifft jetzt nicht nur auf Podcast zu, aber ich denke jetzt mal bei Podcast kommt noch hinzu.

Alexandra Nagy [00:14:26]:
Und so geht es ja mir sehr oft. Also ich habe, muss jetzt ehrlich gestehen, vor Corona auch nicht sehr viele Podcast gehört. Das ist so ein bisschen so ein Nebenrauschen gewesen, während Corona stärker angefangen und dann natürlich auch nachher, wie wir über unseren eigenen Podcast nachgedacht haben, dann muss ich mir natürlich auch welche anhören und bin mittlerweile ein riesengroßer Fan. Für mich ist das aber auch ein sehr intimes Medium, wenn ich das so sagen darf. Also ich höre dann oft mit den Kopfhörern und das geht mir wirklich sehr nahe, diese Stimmen und das, was ich da höre. Ich denke, dass wir als Empfänger auch sehr sensibel sind. Ist das jetzt was Echtes, was darüber kommt oder ist es etwas, was runtergelesen oder auswendig gelernt wurde? Und ich denke, das kann jetzt ein bisschen der Fluch des Podcasts sein, weil man sollte ehrlich und authentisch sein, so wie es das du jetzt erzählt hast, dann kriegt man viel zurück. Aber auf der anderen Seite ist auch ein riesengroßes Potenzial, weil wenn man das schafft und da bin ich dann bei dir in dieser dritten Kategorie, dann kann man wirklich ganz tolle Beziehungen zu einer Community aufbauen.

Alexandra Nagy [00:15:45]:
Und für mich ist das ganz was Besonderes. Und deshalb wollte man dich auch unbedingt als Experten dazu einladen, weil ich denke, dass das für CX wirklich eine ganz große Bedeutung hat.

Daniel Friesenecker [00:15:57]:
Das heißt ja auch oft, dass die Führungskraft vielleicht einmal einen Schritt zurückgeht. Ich habe gerade letzte Woche Podcast aufgenommen, die ersten vier Folgen. Der Podcast ist noch nicht online. Gast selbstverständlich der Geschäftsführer und ihm gegenüber sitzt der Marketing Mitarbeiter, der der Host der Sendung ist. Und jetzt war die erste Folge schon von einer gewissen Unterwürfigkeit geprägt, wo man dann einfach gemerkt hat, okay, ich will jetzt nichts sagen, was ein Chef irgendwie brüskieren könnte. Es sind Stichworte gegeben worden, der Chef hat wieder lange Antworten gegeben, dann ist das nächste Thema bearbeitet worden. Es war schon beim Aufnehmen ein bisschen mühsam zum Zuhören und dann ist die erste Sendung fertig gewesen. Alle einmal froh irgendwie in der Rolle gewesen zu sein. Und dann hat mir einfach der Chef dort richtig getaugt, weil der gesagt hat, es ist voll anstrengend, dass mir keiner ins Wort fällt und ich brauche mal wen, der auch die Gegenposition einnimmt und mir auch mal dagegen redet, damit ich überhaupt die Chance habe, glaubwürdig mein Argument zu bringen.

Daniel Friesenecker [00:17:05]:
Und es ist dann auch besser geworden. Solche Dinge haben ja Lernkurven. Aber auf einmal ist halt dann die kritische Nachfrage gekommen und dann ist nämlich aufgekommen, dass der Marketingmitarbeiter einen journalistischen Background gehabt hat, den er halt in seinem früheren Job ausgelebt hat. Und auf einmal habe ich dort einen Host sitzen gehabt und nicht mehr den Stichwortgeber. Und das müssen wir uns ein bisschen trauen, dann auch von den Fragenkatalogen vielleicht verabschieden und mit der PR Abteilung vielleicht einen Themenplan oder Mindmap mit Themen besprechen und dann darf die PR Abteilung im Nachgang natürlich noch mal drüber horchen und dann schneidt man halt heraus das Betriebsgeheimnis, das blöderweise hineingerutscht ist.

Alexandra Nagy [00:17:47]:
Also uns geht es ja genauso, wenn wir unsere Gäste einladen, viele fragen dann im Vorfeld und für viele ist es der erste Podcast, wo sie mitwirken und dann fragen, kriege ich einen Fragenkatalog Und wir sagen dann immer, also wir schicken dir gerne einen Themenkatalog, aber keinen Fragenkatalog, weil wir wissen sonst was passiert. Und da ist natürlich schon manchmal ein bisschen eine Unsicherheit da. Aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass unsere Gespräche dann wirklich immer sehr locker und sehr gut laufen, was mir auch immer gefällt. Und ich weiß nicht, wie du das jetzt als Experte siehst, der da viel mehr Erfahrung hat als wir. Ich freue mich immer ganz narrisch, wenn ich das jetzt so sagen darf, wenn eine Geschicht kommt, also wenn jemand nicht nur über Fakten, also bei uns geht es natürlich immer um Customer Experience, sondern wenn wirklich eine Geschichte daherkommt und da geht mir das Herz auf und dann denke ich, wow, super, super, das wird eine tolle Episode. Was meinst du? Wie kann man denn solche Geschichten fördern?

Daniel Friesenecker [00:18:54]:
Das ist also mein Versuch, das ein bisschen zu forcieren, ist tatsächlich auch ein bisschen von mir zu erzählen. Das ist natürlich immer eine Gratwanderung, sich selber nicht viel irgendwie ins Rampenlicht stellen, um nicht als Quatschkopf dann halt irgendwie da wahrgenommen zu werden, aber gleichzeitig über eine Geschichte in ein Beispiel zu kommen, weil das üblicherweise beim Gegenüber auslöst, ah, da kenne ich auch eine Story dazu, kennen wir alle vom Stammtisch. Dann wird auf einmal übertrunft mit Geschichten. Das Vorgespräch ist ganz oft die Lösung dafür. Also wir sitzen üblicherweise, wenn wir bei mir aufnehmen für Mein Podcast vorher 20 Minuten, halbe Stunde wirklich beim Kaffee zusammen reden darüber, was da jetzt gleich passieren wird, kommen auch schon ein bisschen zum Thema, weil ich grundsätzlich auch wissen mag, mit wem habe ich es da zu tun. Ich kenne ja nicht alle Gäste vorher und da kommt oft schon ganz viel. Und das kann man dann natürlich referenzieren, weil man darf ruhig dazu sagen, im Vorgespräch haben wir ja besprochen und dann gibt man Stichwort.

Alexandra Nagy [00:20:01]:
Genau. Ja, sehr schön. Du Daniel, jetzt haben wir darüber gesprochen, wie wichtig ein Podcast oder der auditive Sinneseindruck für Customer Experience sein kann. Was macht denn jetzt aus deiner Sicht, du hast es ja schon zwischendurch auch ein bisschen anklingen lassen, aber stellen wir uns jetzt vor, uns hören Menschen zu aus Unternehmen oder lesen dann diesen Beitrag und ja, das überzeugt mich. Also Podcasts können für CX ein ganz wichtiges Medium sein. Was sind denn dann so aus deiner Sicht so Qualitätskriterien? Also was wäre denn wichtig dabei zu beachten? Weil ich könnte mir vorstellen, die Maschinerie und das habe ich ja selbst bei Kunden auch schon erlebt jetzt in Unternehmen, wo sagen ja, Podcast, wow, das bedeutet, ich brauch nicht nur eigene Agentur, aber ich muss das mit meiner PR Agentur, mit meiner Kommunikationsabteilung und mit dem Vorstand und tausend Dinge und ich lasse lieber die Hände davon, weil das ist mir alles viel zu viel Aufwand. Wie könntest du diese Bedenken aus dem Weg räumen?

Daniel Friesenecker [00:21:06]:
Ich würde Aufwand gar nicht wegdiskutieren, weil der Aufwand ist gegeben. Je nachdem, was ich an KI Tools mittlerweile dazu nehme, kann ich natürlich die eine oder andere Stunde einsparen, aber am Ende allein die Aufnahmezeit ist es ja nicht. Ich muss mich vorbereiten, ich muss das Ganze managen und so weiter. Ich tu mir immer mit Faustregeln so ein bisschen schwer, aber so halbe Dreiviertelstunde Podcast Folge wird drei, vier, fünf Stunden an Aufwand wahrscheinlich auslösen, gern auch verteilt auf Schultern. Das Qualitätskriterium ist für mich im ersten Schritt jetzt gar nicht so sehr die Technik, die Aufnahme und so weiter, sondern tatsächlich einmal die Welche Aufgabe habt ihr denn dieser Podcast dann überhaupt? Was wollen wir denn eigentlich damit und woran messen wir den Erfolg? Das ist so eine Nona Antwort. Aber das, was ich erlebe, ist, dass normalerweise kommt wer zu mir sagt, ich habe eine Idee für einen Podcast und ich kann sprechen über Thema A, B, C, D und so weiter. Und dann sind schon Ideen da, ohne dass wir überhaupt wissen, woran messen wir denn, ob das überhaupt funktioniert. Und das brauchen wir deswegen, weil es wird nach der fünften, nach der zehnten Folge mühsam Der Erfolg hat sich vielleicht noch nicht eingestellt.

Daniel Friesenecker [00:22:23]:
Wir müssen ein dreiviertel Jahr bis Jahr rechnen, bis man organisch - Einwurf von Geld ist natürlich immer möglich - aber dass wir organisch irgendwie eine Durchdringung haben. Und da muss ich halt wissen, für was tue ich, wie bei jedem anderen Projekt auch. In jeder Projektplanung gibt es ein Zielbild zum Schluss. Und dann tatsächlich schon die Frage wie kann ich ordentliches Audio schaffen? Da reden wir jetzt nicht von, die wir irgendwie ausgeben müssen. Ordentliche Ausrüstung wird weniger als vierstellig kosten für so einen typischen Sprachpodcast. Und das nächste ist dann die Frequenz, weil es schaut einfach blöd aus, wenn drei Folgen hintereinander kommen. Dann ist ein Monat Pause, dann war der Betriebsurlaub und dann haben wir im Herbst wieder Motivation gehabt und haben vier Folgen am Stück. Gemacht.

Daniel Friesenecker [00:23:13]:
Das wird halt nicht professionell wirken und schon gar nicht diesen Gewöhnungseffekt auslösen, den wir ja gern hätten.

Alexandra Nagy [00:23:19]:
Daniel ich denke jetzt, während ich dir zugehört habe, habe ich auch an Unternehmen gedacht, die wir jetzt sehr gut kennen und die auch einen Podcast haben. Mir fällt an erster Stelle das Kuratorium für Verkehrssicherheit ein, die ich glaube nach uns, also nach 2023 mit dem Podcast angefangen haben. Ich glaube, der heißt "Sicher ist sicher". Und jedes Mal, wenn eine neue Folge rauskommt, denke ich mir, das finde ich so super, weil deren Themen eignen sich wirklich sehr gut, die in einem Podcast zu verpacken. Also da geht es dann zum Beispiel darum im Winter, warum Rodeln unsicher ist oder im Sommer über die Raser oder schnelles Autofahren, was auch immer. Also das Kuratorium für Verkehrssicherheit hat meiner Meinung nach erkannt, dass die sehr viele Themen haben, die sie natürlich vielfältig bespielen, die sich aber auch für einen Podcast eignen. Auf der anderen Seite könnte ich mir vorstellen, es gibt Unternehmen, die sagen: Ja, aber wir haben in Wirklichkeit nichts zu erzählen. Also ich denke jetzt an irgendwas, Finanzbereich oder Versicherungen oder wo auch immer, die sagen nein, also über viele Themen können wir gar nicht sprechen oder wollen wir nicht sprechen und wir haben keine Geschichten zu erzählen und deshalb lassen wir dieses Thema.

Alexandra Nagy [00:24:44]:
Wie siehst du das? Würdest du sagen, es gibt tatsächlich Unternehmen, die wirklich nichts zu erzählen haben?

Daniel Friesenecker [00:24:52]:
Ich brauche nur in die Podcast Verzeichnisse schauen und welche Exoten an Themen dort auftauchen. Insofern glaube ich nicht, dass irgendwie eine Branche ein Thema gibt, das man nicht als Podcast verarbeiten kann. Aber das Wichtige hast du gesagt, wenn der Widerstand da ist und die Leute sagen, ich habe ja nichts zu erzählen oder ich möchte nichts erzählen, bitte, dann ist der Podcast einfach definitiv nicht das richtige Medium für euch. Es gibt ja genug andere Medien auch, die man nutzen kann, man kann schreiben, fotografieren, Grafiken machen, Videos machen, wenn das mehr liegt - bitte go for it. Das ist nicht das Einzige. Ich glaube halt in Zeiten von Social Media und ständiger Erreichbarkeit. Von Zielgruppen halt niemand ran, dass man im Netz sich nicht irgendwie einen Heimathafen suchen sollte, wo man CX Themen spürbar macht für die Leute da draußen. Also irgendwas werden wir in der Regel brauchen, weil das reine Empfehlungsmarketing wird wahrscheinlich nicht sein.

Alexandra Nagy [00:25:51]:
Ich glaube, was da auch noch hinzukommt, also erstens, ich bin voll deiner Meinung, wenn ein Unternehmer schon so denkt, dann sollte es lieber lassen. Ich komme ja aus der Corporate Communications Ecke. Ich bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass wenn ein Unternehmen, es möchte, es sich immer Inhalte, Content, Geschichten finden lassen, die man auch in einem Podcast aufbereiten könnte. Also von dem bin ich hundertprozentig überzeugt. Ich möchte noch gerne zum Ende auf was zurückkommen, was du am Anfang gesagt hast, wie du das Beispiel gebracht hast. Du fragst in deinen Seminaren beim Rückwärtsfahren mit dem Auto, ob man dann leiser dreht. Also tatsächlich, mein Auto macht das automatisch, wenn ich den Rückwärtsgang einlege Der Podcast wird auf einmal leiser und dann denke ich, oh Gott, ich versäume jetzt etwas ganz, ganz Wichtiges und dann meistens drücke ich dann noch einmal auf ein paar Sekunden zurück, damit mir auch ja nichts entgeht. Aber was beim Podcast natürlich auch noch total interessant ist, wir leben in einer Überfrachtung, Überlastung von Content, der über unterschiedlichste Kanäle ausgespielt wird und wir kommen nicht nach, unsere Newsletter zu lesen und alles Mögliche, was ... also Lesen meiner Meinung nach und auch Sehen ist jetzt sehr stark überreizt, überflutet.

Alexandra Nagy [00:27:13]:
Und der Podcast oder das Medium Audio hat den großen Vorteil, dass es eben in sehr vielen Situationen so nebenbei, sage ich jetzt einmal, konsumiert werden kann. Also ich höre total gern beim Autofahren, ich höre total gern beim Laufen, auch beim Kochen. Also manchmal warte ich ja schon auf die nächste Episode, dass sie ausgespielt wird und dann kann ich es nicht erwarten, während ich koche zum Beispiel. Das macht es natürlich extrem vielfältig einsetzbar oder konsumierbar. Und das ist ja auch noch so ein großer Vorteil von diesem Medium.

Daniel Friesenecker [00:27:51]:
Das ist tatsächlich diese Exklusivität des Hörkanals. Das ist ja das, was wir alle kennen mit Second Screen, so der selbstkritische Blick auf die Couch, der Fernseher läuft und man hat das Smartphone in der Hand und vielleicht noch irgendwo ein Notebook am Schoß. Es funktioniert beim Hören nicht. Ich habe einen siebenjährigen Sohn, wenn ich einen Podcast hören will und der erzählt mir gleichzeitig was, dann muss ich mich entscheiden, wem widme ich meine Aufmerksamkeit. Es geht nicht, dass ich mich auditiv auf zwei Dinge gleichzeitig konzentriere. Und das ist tatsächlich in dieser ganzen Zeit von drei Sekunden Aufmerksamkeitsspanne und so weiter natürlich der Riesenvorteil von Podcast, dass wir auf einmal was Exklusives haben, je nachdem, welche Art von Kopfhörern ich nutze. Wenn ich In Ears nutze, bin ich tatsächlich im Kopf des Hörers, nämlich tatsächlich physisch und näher geht es nicht. Man braucht sich nur überlegen, wenn mir wer ins Ohr flüstert, dann ist er absolut über der Grenze einer Wohlfühlzone, einer normalen irgendwie drüber.

Daniel Friesenecker [00:28:58]:
Das heißt, dort liegt ja auch diese Kraft, dass man Beziehung aufbaut, weil wir es halt einfach auch gelernt haben. Wir lassen da nur Botschaften und Menschen hin, die uns wirklich irgendwie vertraut sind und denen wir vertrauen. Und das ist natürlich ein Aspekt, den werden wir mit den anderen Medien nicht zusammenbringen, was Verweildauern angeht. So die typischen Podcasts sind irgendwo zwischen 20 und 40 Minuten lang beim YouTube Video und ich bin ein riesen Fan von YouTube, aber beim YouTube Video, wenn ich da unten 20 Minuten sehe, muss ich schon gut überlegen, ob ich da jetzt auf Play drücke. Da muss mich das Thema schon sehr interessieren. Beim Podcast horche ich halt mal rein. Schweif vielleicht einmal mit den Gedanken kurz weg.

Alexandra Nagy [00:29:44]:
Du Daniel, jetzt ist mir noch eine Frage eingefallen und die stelle ich dir noch zum Abschluss. Hand aufs Herz. Hörst du auch KI generierte Podcasts oder Audiozusammenfassungen? Bei mir geht es persönlich schon so, ich nutze Notebook LM und manchmal, du hast schon lange YouTube Videos angesprochen, manchmal mache ich es wirklich so, dass ich mir eine Audiozusammenfassung von einem Video, das mich interessiert, erstellen lasse und dann höre ich mir das halt an, während ich laufen gehe oder wenn ich im Auto sitze, weil ich ganz einfach mir die Zeit nicht nehmen möchte, jetzt vorm Rechner oder vom Handy mir eine Stunde ein YouTube Video anzusehen. Ich bin schon überrascht von der Qualität, muss ich sagen. Natürlich, sowas hört man sich nicht eine Stunde an. Also Zusammenfassung ein paar Minuten. Magst du das auch?

Daniel Friesenecker [00:30:38]:
Ja, das mit den Zusammenfassungen mache jetzt nicht als Podcast Ersatz, aber wenn ich zum Beispiel auf Konferenzen war, kommen ja dann nachher die Mails mit, hier sind die Präsentationen, das wird dann in Notebook LM reingeworfen und dann lasse ich mir einfach nur mal so best of der Inhalte nur mal erzählen. Das ist wunderbar für Auto am Weg zum Büro, einfach um nur mal zu scannen, ist da irgendwas, wo man nur mal nachschaut. KI generierte Podcasts selber, wo es jetzt wirklich das Format ist, habe ich tatsächlich keine. Zumindest kriege ich es nicht mit, dass es so wäre. Aber auch da bin ich jetzt gar nicht nur kontra Nachrichtensendung, darf man die KI auch vorlesen. Da ist die Idee nicht, dass ich Beziehung aufbauen will, sondern da will ich die News haben. Das darf die KI genauso machen. Und vor zwei Jahren der All Ears in Berlin von Spotify ist ein Case vorgestellt worden, wo ein Podcast, wo es um Schwulenfeindlichkeit im Wesentlichen gegangen ist, auf Russisch und auf Türkisch übersetzt wurde, weil da die größten Vorbehalte in diesen Gruppen in Deutschland sind.

Daniel Friesenecker [00:31:51]:
Und das hätte es sonst nicht gegeben, wo man einfach denkt, da hat es einfach einen dezidierten Mehrwert. Nur dort war es auch nicht so, dass die deutsche Spur reingegeben wurde und dann macht die Maschine was, sondern da muss dann Übersetzung gecheckt werden und so weiter. Aber da halt es. Also das war auch von der Qualität. Ich kann jetzt kein Russisch und auch kein Türkisch. Aber das, was ich gehört habe, hat sich auch sehr nach der Sprecherin angehört die vorher auf Deutsch gesprochen hat.

Alexandra Nagy [00:32:19]:
Okay, sehr schön. Ja, schöner Case Daniel, zum Abschluss. Wir haben ja gesagt, wir nutzen unser Gespräch dazu, Unternehmen mehr Mut und mehr Lust auf Podcast zu machen. Du bist jetzt Podcast Coach, strategischer Podcast Coach. Zum Abschluss. Was wären denn so zwei, drei Tipps, die du jetzt Unternehmern mitgeben möchtest, wenn du okay, wir stellen uns vor, das Interesse ist geweckt und man überlegt jetzt in einem Unternehmen, könnte das für uns relevant sein? Was wären denn so aus deiner Sicht die nächsten Punkte, die man dann angehen könnte?

Daniel Friesenecker [00:32:55]:
Das, was ich ganz oft erlebe, ist diese Angst vor Mikro, die ich ganz am Anfang angesprochen habe. Und wir alle haben unsere kleinen digitalen Altäre ständig in der Hosentasche. Das heißt einfach einmal das Smartphone rausnehmen und probeweise fünf Minuten zu einem Thema, das wir vorhaben, da reinsprechen und sich das erstens selber mal anhören und zweitens vielleicht auch den anderen horchen lassen und dann einfach einmal drüber reden. Wie ist das so? Immer wieder erstaunt, wie viel Talent dann eigentlich doch da ist es vor der Übung nicht da war. Und das andere ist tatsächlich, auch wenn es eine Plattitüde oft ist, dieses Authentizitätsthema, das wir jetzt eh recht gestresst haben, aber wirklich sich die Frage Was ist das Gefühl, das wir mit diesem Podcast auslösen wollen? Das ist einmal das Erste und wir wollen den Menschen vor Mikro haben, Nachrichtensprecher, KI und so weiter. Und dann ist die Frage "Wie mache ich dieses Gefühl? Wie mache ich Fröhlichkeit? Wie mache ich Glaubwürdigkeit? Wie spürt sich das in mir an?" Das bringt uns automatisch in eine Haltung. Die einen setzen sie auf, die anderen tun den Kopf nach vorne. Also es passiert ja körperlich und vor dem Hintergrund dann loszustarten, weil ganz ehrlich, die PR Abteilung wird bald genug dastehen mit Begehrlichkeiten und die internen Themen sind auch in der Marketingplanung schon längst klar.

Daniel Friesenecker [00:34:24]:
Das geht uns ja nicht verloren, das müssen wir nicht frisch aufbauen. Aber diesen menschlichen Aspekt zu nehmen und Experience Gefühl auslösen, kommt halt einmal vom Menschen.

Alexandra Nagy [00:34:35]:
Das stimmt.

Daniel Friesenecker [00:34:36]:
Also müssen wir uns auf das auch ein bisschen konzentrieren. Und das ist das, was ich immer wieder erlebe, dass sie Leute hinsetzen bei mir tolle Interview Leitfäden von ihren Agenturen auf den Tisch legen und dann schaue ich die Leute an und sage, welches Gefühl wollt ihr jetzt gleich auslösen? Und dann schaue ich in große, fragende Augen. Ja, das haben wir uns nicht überlegt. Und das glaube ich, da müssen wir mal drüber kommen, weil dann wird es auch unverwechselbar. Wir wollen ja immer in USP, weil

Alexandra Nagy [00:35:04]:
du das sagst, jetzt muss ich kurz da rüber greifen und was holen, weil wir nennen das, also wenn wir über dieses Gefühl, das man erzeugen möchte, sprechen in Bezug auf CX und meine Kollegin und ich, wir machen ja auch solche Status Trainings, nennen wir das und das nennen wir Subtext. Also welchen Subtext haben wir? Du hast schon gesagt, wie sitzen wir und so weiter. Und ich habe hier einen Zettel, da steht "WOW" drauf, Subtext WOW. Weil ich mir auch immer, wenn wir einen Podcast aufnehmen, versuche ich auch mich einzustimmen und mir zu überlegen, welches Gefühl will ich erzeugen. Und bei mir ist es dieses WOW Gefühl. Ich will dieses WOW für CX oder heute für den Podcast erreichen. Und ich habe als kleinen Reminder, weil die Angst vor Mikro hört, das weiß ich selbst auch, die hört nie auf und dann driftet man irgendwo ab. Und deshalb habe ich dieses Post it da bei mir und jedes Mal bei einer Podcast Aufnahme klebt das da, weil ich an dieses WOW denke.

Alexandra Nagy [00:36:07]:
Das ist schön, dass du das jetzt so erzählt hast. Daniel, vielen, vielen Dank, dass ich heute mich mit dir austauschen durfte, konnte zum Thema Podcast und CX. Ich hoffe, wir haben jetzt viele Unternehmen dazu bringen können, darüber nachzudenken. Sie wissen ja Jetzt, the Angry Teddy Communication oder CX Kunde 21, wenn es da Fragen gibt dazu. Ich habe das Gespräch sehr genossen. Vielen Dank für deine offenen Worte und bis bald.

Daniel Friesenecker [00:36:42]:
Danke. Danke, dass ich da sein darf und bis bald.

Alexandra Nagy [00:36:47]:
Ja, bis bald. Wir hoffen, diese Episode hat dir auch so viel Spaß gemacht wie uns. Denk dran, vielleicht hast du Lust, an der Verlosung teilzunehmen. Dann schreib uns gerne unter office@kunde21.com und sichere dir ein Exemplar von "Hörbar echt". Und wir freuen uns schon drauf, wenn wir uns wiedersehen. In zwei Wochen also wieder hören. Wir wollen ja dein Herz erreichen. Unser nächster Gast ist schon in den Startlöchern und es geht beim nächsten Mal um eine ganz interessante Consumer Marke.

Alexandra Nagy [00:37:22]:
Also wir hoffen, dich bald wiederzuhören.