Mehr (erneuerbare) Energie für die Kundenbindung der CX

André Felker, CEO backbone.one

André Felker [00:00:04]:
Dass wir nicht einen Stromtarif verkaufen, sondern wir bauen Geschäftsmodelle auf Basis erneuerbarer Energie. Wenn Du quasi einen XXXL Stromtarif abschließt, dann hast Du mehr Vorteile auch beim Einkaufen bei Lutz. Das heißt, für Lutz ist es super, weil der verdient dann quasi Geld mit Strom zusätzlich, also der zusätzliche Revenustream macht da idealerweise auch mehr Umsatz im Kerngeschäft und der Kunde hat mehr Vorteile, weil der kriegt etwas, was ihn ein normaler Energieversorgung nicht anbieten kann.

Alexandra [00:00:35]:
Klingt zu schön, um wahr zu sein? Wart's ab. Sei gespannt, was dich in dieser Episode von Sound of Customers erwartet. Wir haben ein absolutes Pionierunternehmen aus Österreich heute bei uns zu Gast. Sie haben bei Global Tech Innovator of the Year gewonnen, sind auch als Scale-up of the year ausgezeichnet. Sie ermöglichen ganz neue Chancen für die Mitarbeiter- und Kundenbindung und darüber hinaus noch viel, viel mehr.

André Felker [00:01:17]:
Wir wollen dorthin, dass möglichst viele Transaktionen auf Basis erneuerbarer Energie stattfinden. Und damit das passieren kann, müssen wir für möglichst viel Menschen Zugang zu erneuerbaren Energie geben. Und unser erstes Produkt, mit dem wir seit über 3 Jahren live sind, transformiert Unternehmen zu Energieversorgern ihrer Kunden und Mitarbeiter. Das heißt, du wechselst dann quasi von einem bestehenden Stromanbieter, wechselst Du zu, in dem Fall zu Raiffeisen Strom zu XXX Lutz Strom und so weiter. Und das Ganze macht auch noch die Welt besser, deswegen ist allen gedient.

Alexandra [00:01:50]:
Hinter so einem innovativen Zugang steht natürlich auch eine sehr starke Vision.

André Felker [00:01:57]:
In Zukunft, wir sagen, wir kommen von zahlen für Energie zu zahlen mit Energie.

Barbara [00:02:05]:
Herzlich willkommen bei Sound of Customers.

Alexandra [00:02:08]:
Wie hört sich Customer Experience an? Wie kann dein Unternehmen noch besser gehört werden? Hol dir Inspirationen und Tipps. In jeder Folge bringen unsere Gäste ihren ganz besonderen Sound mit und erzählen uns, wie sie

Barbara [00:02:21]:
ihr Unternehmen für Kundinnen und Kunden so richtig zum Klingen bringen.

Alexandra [00:02:26]:
Schön, dass Du reinhörst bei unserem Podcast von Kunde 21. Wir sind Alexandra.

Barbara [00:02:32]:
Barbara. Herzlich willkommen bei einer weiteren Folge von Sound of Customers. Alexandra und ich, wir machen uns ja immer Gedanken darüber, wen können wir denn einladen und mit wem können wir eine wirklich spannende Folge gestalten? Und dann haben wir so ein bisschen gekramt in unseren auch, ich sag jetzt mal, ehemaligen Kontakten. Und Alexandra ist mit einem Kontakt gekommen, wo sie gesagt hat, das ist jemand, der kommt aus der Agentur. Der hat Marketing im kleinen Finger. Der denkt in Marken- und Kundenbeziehungen. Ich löse das jetzt ein bisschen auf. Ich freue mich sehr, dass heute bei uns ist, der Co Founder und CEO des Wiener Green Tech Start ups Unternehmens.

Barbara [00:03:14]:
Es heißt Backbone One und ich freue mich sehr, dass André Felker heute bei uns ist und er wird uns berichten, wie man aus, ich sag jetzt mal, nachhaltiger Energie, mit Strom unter Anführungszeichen, ein Geschäftsmodell schaffen kann, das Kunden oder in dem Fall Partner wirklich begeistert. Herzlich willkommen, André. Ich hoffe, ich hab das jetzt richtig zusammengefasst. Erzähl doch mal, André, was macht ihr denn konkret?

André Felker [00:03:40]:
Die Backbone One ist ein ein GreenTech Unternehmen am Weg zum FinTech Unternehmen in Wirklichkeit. Das sehen wir international, da gibt's eine Transition von GreenTech zu FinTech, das sich zur Vision gesetzt hat, den ersten globalen Zahlungsanbieter auf Basis erneuerbarer Energie zu bauen. Das heißt, ich geh zum Supermarkt und bezahle Brot Milch in Kilowattstunden grüne Energie statt mit einer lokalen Währung. Das ist das, was wir was wir quasi als Vision formuliert haben. Wir haben eine globale Trademarke, di eheißt Energy as a Currency. Wir sind komplette Pioniere mit dem, was wir da tun. Waren als solche auch das ganze letzte Jahr auf der Expo in Osaka ausgestellt als globale Innovation. Da war ich auch auch dann drüben, hab das mit eröffnet.

André Felker [00:04:20]:
Das durfte man dann quasi sein Unternehmen aus Österreich drüben als als als Innovation in Japan sieht zwischen vielen anderen Innovationen. Und warum ist das cool? Weil Unternehmen plötzlich sich Kosten sparen können, wenn sie die Energie von ihren Kunden kaufen und nicht vom Energieversorger gleichzeitig dienen eine neue Kundenbeziehung vermitteln können auf Basis von etwas Nachhaltigen und nichtgegreen-washed, sondern so etwas echt Nachhaltigen. Die können das dann wiederum verwenden für ihre ESG Strategien und für Responsibility Reports und machen potenziell mehr Umsatz sogar mit ihren Kunden. Und für die Kunden ist es perfekt, weil die haben plötzlich mehr mehr mehr auszugeben, deren Wert, mehr Einkommen, die haben mehr Kaufkraft zusätzlich zu dem, was sie am Konto haben. Und das Ganze macht auch noch die Welt besser, deswegen ist allen gedient. Und jetzt haben wir, das haben wir quasi so formuliert und wir gehen tatsächlich jetzt im Oktober live mit den ersten sogenannten Energy Linked Payments. Da sind wir jetzt technisch so weit und regulatorisch auch so weit, das umsetzen zu können.

Barbara [00:05:22]:
Jetzt könnten andere Energiedienstleister sagen, so Mist, warum sind wir auf die Idee nicht gekommen? Weil wir sitzen ja eigentlich viel näher an der Quelle. Wie seid ihr auf die Idee gekommen?

André Felker [00:05:31]:
Das Lustige ist, dass wir die Erfahrung gemacht haben und wir kennen's jetzt von großen Konzernen, dass die Innovation ja meistens von außen kommt, nicht von nicht von innen. Das heißt, Du brauchst immer solche Schnellboote, die die Freiheit haben, technisch etwas zu entwickeln. Und grad das Thema Innovation gerade für Europa ist so wahnsinnig wichtig, weil es wird das Einzige sein, das uns wirklich getrennt und vorne bringt. Wir sehen's ja auch quasi in den USA, wir sehen's jetzt in China. Da treibt die Innovation die die die Marktentwicklung. Und offen gestanden, ich bin ich bin in meinem Vorjob, saß ich in China, hab gerade versucht, einen Batterie Joint Venture zu verhandeln, ein aussichtsloser Fall. Und wir haben die ganze Zeit vertikale Themen diskutiert. Wir haben diskutiert Renewables, also erneuerbare Energie.

André Felker [00:06:07]:
Wir haben diskutiert Renewables, also erneuerbare Energie. Wir haben diskutiert Ladeinfrastruktur, Elektromobilität, aber nie kontextuell. Und ich habe dort gedacht, was wäre, wenn man diese ganzen sogenannten Distributed Energy Resources, heißen die DERs die auf 'ner Plattform verbindet und transaktionabel macht. Hab's dann runtergeschrieben, haben wir dann gedacht, interessant und es korrigiert irgendwie die Digitalisierung zur sogenannten Elektrifizierung. Da entstehen neue Märkte an der Schnittstelle. Wenn wir das verbinden wieder auf 'ner Plattform, was sind wir dann? Dann haben wir gesagt, wir sind das singuläre Rückgrat einer digitalelektrischen Welt. Singuläres Rückgrat auf Englisch ist Backbone, Backbone. One.

André Felker [00:06:44]:
Dann hab ich das aber am Küchentisch, gell? Dann hab ich's runtergeschrieben, hab's hab mir sofort die Domain reserviert, hab meinen zwei jetzigen Co-Founder angerufen und gesagt, Leute, ich hab eine Idee, wir müssen das machen. Die ist so cool. Ich hatte schon die E-Mail-Adressen und dann haben wir angefangen, also unser ganzes Geld reinzuwerfen, ein Ding zu bauen und und zu starten. Und wenn ich das kurz noch ergänzen darf, ich bin Leute viel die Welt auf diverse Bühnen und ich hab das halt damals genutzt aus meinen Rollen heraus beim Smart City Forum in Rom, in Helsinki, in Valencia und, und, und. Ich hab das einfach ins Publikum geworfen, hab gesagt, wir machen das und es kam so viel positives Feedback. Und durch dieses quasi positive Sound, Sounding aus dem aus dem aus den aus so relevanten Auditorinnen haben wir dann beschlossen, das zu zu gründen.

Alexandra [00:07:31]:
Du und wie lang ist das Ganze jetzt schon her? Also wie lang gibt es Backbone One?

André Felker [00:07:35]:
Also gegründet haben wir im Mai 2019, also über etwas mehr als 7 Jahren. Dann haben wir 4 Jahre gebaut, wirklich Technologie gebaut. Dazwischen triffst Du dann Investorenrunden. Wir haben ja eine relativ prominente Investorensstruktur auch drinnen und so weiter. Und und das das war damals oder ist, war wahrscheinlich auch immer revolutionär, weil wir die einzigen und die Ersten waren. Das Interessante war, wir wir wollen dorthin, dass möglichst viele Transaktionen auf Basis erneuerbarer Energie stattfinden. Und damit das passieren kann, müssen wir für möglichst viel Menschen Zugang zu erneuerbaren Energie geben. Und unser erstes Produkt, mit dem wir seit über 3 Jahren live sind, transformiert Unternehmen zur Energieversorgung ihrer Kunden und Mitarbeiter.

André Felker [00:08:13]:
Das heißt, wechselst dann quasi von einem bestehenden Stromanbieter, wechselst Du zu in dem Fall zu Raiffeisen Strom, zu XXXLutzstrom und so weiter. Und diese Modelle sind im Markt. Bei Raiffeisen heißt das Auri, bei XXXLutz heißt das X Power. Da launchen wir jetzt im Oktober gerade auch den deutschen Markt. Und da geht's wirklich darum, dass wir nicht einen Stromtarif verkaufen, sondern wir bauen Geschäftsmodelle auf Basis erneuerbarer Energie. Wenn Du quasi einen XXXLutz-Stromtarif abschließt dann hast du auch mehr Vorteile beim Einkaufen bei Lutz, also den einen zusätzlicher Revenu Stream macht da idealerweise auch mehr Umsatz im Kerngeschäft und der Kunde hat mehr Vorteile, weil der kriegt etwas, was ihn 'n normaler Energieversorger nicht anbieten kann. Quasi Vorteile im Strom, das ist grün, das ist günstig, das ist regional und Vorteile beim Einkaufen bei dem jeweiligen Unternehmen.

Alexandra [00:09:10]:
Mhm. Das heißt, ihr verbindet Energie mit Produkten, die in Wirklichkeit gar nichts mit Energie zu tun haben. 'n

André Felker [00:09:18]:
Vehikel, ja.

Barbara [00:09:19]:
Nur kurze Nachfrage, die Energie jetzt zum Beispiel von Lutz ist die eigene produzierte Energie und der Überschuss wird weitergegeben oder bezieht Lutz diese Energie auch wieder von jemandem, ich sag mal, anderen und gibt's weiter?

André Felker [00:09:35]:
Das ist eine sehr smarte Frage. Wir haben, wer muss die gesamte und das ist ja kein das ist ein österreichisches Modell und da muss ich dazu sagen, genau die Frage, die Du jetzt gestellt hast, war am Anfang so, ja, wenn das so super ist, warum machen wir's nicht andere alle? Und dann denk ich, so, weil wir die Ersten sind, die das halt machen. Und dann haben alle immer gesagt, na ja, so Österreich ist immer die Innovation. Weil keiner glaubt, dass Österreich in der Lage wär, so eine Innovation, die möglicherweise auch noch weltverändernd sein könnte, zu machen. Jetzt muss ich dazu sagen, jetzt haben wir grad letzte Woche Platz 2 belegt bei KPMG beim Global Tech Innovator of the Year Award. Warum? Weil die suchen Geschäftsmodelle, die die Welt verändern können potenziell, ja und wir sind halt so eines. Und in dem Fall ist, so wie Sie uns die ganze Energieversorgerlandschaft angeschaut haben, im Begriff ist ja reguliert und liberalisiert. Das heißt, wir könnten ja mit auch einem anderen EU Land Energieversorger arbeiten.

André Felker [00:10:23]:
Das war bisschen traurig, muss man sagen, was die technische Reife anbelangt. Und dann haben wir einen Partner gefunden, der ist Max Energy, gibt's in Österreich und Deutschland. Die waren technisch mit uns auf Augenhöhe Und wenn wir Geschäftsmodelle ausrollen, dann immer quasi in einer 3er Partnerbeziehung. Das Unternehmen, wie Lutz zum Beispiel der Energievorsorger, in dem Fall Max Energy und wir als Plattform und quasi Realisateur dieses Ökosystems. Und in unserer Annahme und das ist dann die Antwort langsam dort auf deine Frage, Barbara. In unserer Annahme war's so, die Unternehmen rampen alle Photovoltaik auf auf ihren Flächen, haben einen Überschuss und wir bündeln den Überschuss, den Sie haben, wo ja Sie festlegen können, was der Wert sein soll, Reststrommengen vom Energieversorger und spielen einen grünen, günstigen regionalen Tarif aus. So, jetzt ist das trotzdem alles im Werden mit PV Ramp-up und so weiter. Also heute ist es tatsächlich so, dass es dass das in die Richtung geht, aber letztlich ist es quasi ein Bündel aus Vorteilen von Energie, die wir vom Energieversorger sourcen, von Möglichkeiten, die ein Unternehmen hat mit uns als Plattform.

André Felker [00:11:25]:
Und dann sind wir meistens unter den attraktivsten regionalen grünen Stromtarifen im Ranking. Auch jetzt, wenn wir nach Deutschland gehen, wird das spannend.

Alexandra [00:11:33]:
Auf alle Fälle, André, jetzt sind wir ja bei unserem Kernthema Customer Experience. Wenn ich dir so zuhöre, schon klar, diese Win win win Situation für alle Akteure, aber dennoch warum sollte ich denn, ich stell mir jetzt vor, ich bin Kundin von XXX Lutz, Warum sollte ich bei meinen Möbelhaus einen Stromtarif abschließen?

André Felker [00:11:59]:
Weil Du plötzlich einen günstigen Stromtarif hast, einen grünen regionalen mit einer Preisgarantie und zeitgleich plötzlich einen Einkaufsgutschein bekommst und Rabatte bekommst im Kerngeschäft. Das heißt, Du gewinnst doppelt, Du hast doppelte Vorteile und plötzlich sparst Du dir vielleicht nicht nur 'n paar 100 Euro im im Jahr, sondern mehr und plötzlich ist es eine relevante Summe. Das heißt, Du hast so einen Vorteil daraus oder auch einen Einspeisetarif. Wir haben im Moment einen sehr attraktiven Einspeisetarif bei uns. Wenn Du einen Überschuss hast als Haushalt, Du machst das einfach. Die Leute schauen sich wirklich tatsächlich an, was können sie denn entweder mehr bekommen oder mehr sparen? Und das ist die Kombination, die gab's bisher so in der Form noch nicht.

Barbara [00:12:43]:
Würdest Du sagen, dass das auch so eine Art Kundenbindungsprogramm für Unternehmen sein könnte?

André Felker [00:12:49]:
Also ja, natürlich ist es eines. Plötzlich aus den Unternehmen, mit denen wir arbeiten und das ist ja auch noch REWE und T-Mobile, also Magenta und REWE, der Flughafen Wien wir immer eine ganze Reihe und da laufen ja tausende Haushalte in unserer Plattform mittlerweile. Aber Du hast vor allem in dem neuen Produkt einen Kundenbeziehungsfaktor. Heute stellen wir natürlich einen Vertrag her mit dem Kunden zusätzlich, was ein XXX Lutz hat, indem Du wahrscheinlich bisher keinen Vertrag in irgendeiner Form hast, außer wenn sie ein Kundenbeziehungsprogramm mit dem Kunden haben, dass hier 'n Vertrag oder eine Raiffeisen und so weiter. Mit der nächsten Stufe wird's interessant, das ist das, was jetzt quasi gelauncht wird, das heißt Renablr, das ist ein Kunstwort, auch eine Mischung aus Energy und Profitability. Da geht's darum, dass wir das 1erste Kundenbeziehungs- und Absatzsteuerungsprodukt der Welt auf Basis von erneuerbarer Energie launchen. Dass sieht dann tatsächlich so aus, es hat 2 Dimensionen.

André Felker [00:13:40]:
Entweder Du hast als Haushalt eine Photovoltaikanlage und in Österreich zum Beispiel produzieren alle 10 Prozent der Haushalte, die bereits eine haben, Tendenz steigend einen ungefähren Überschuss von 3000 Kilowattstunden pro Jahr. Das ist viel, das ist fast so viel, wie sie verbrauchen im Jahr. 4400 ist so der Durchschnittsverbrauch in Österreich. Und die können jetzt diese 3000 Kilowattstunden entnehmen und nicht zurückverkaufen an den Netzbetreibern, wo sie ein paar Cent bekommen, sondern jetzt verkaufen Sie die an den Supermarkt. Das heißt, Sie tauschen quasi diesen Überschuss ein gegen Ware, gegen Rabatte und kriegen mehr dafür oder, und da kommt jetzt die Antwort zu deiner Frage, wieder Barbara, der Supermarkt bonifiziert dich, wenn Du keine Photovoltaikanlage hast, für deinen Einkauf mit Kilowattstunden an der Regel von deren Flächen. Das heißt, so oder so sammelst Du Kilowattstunden entweder eigenproduzierte oder Gesammelte in einer Wallet und kannst damit dann wieder eine Transaktion angehen, damit wieder einkaufen oder ziehst sie von einer Stromrechnung ab oder ladest dann dein E-Auto mit auf. Das heißt, tatsächlich ist das ein Kundenbeziehungsthema, Down the road, eine Vorstufe zu payment und dann kommt quasi das echte payment mit Energie. Mhm.

Alexandra [00:14:51]:
André, ich ich hab grad überlegt, wir kennen uns seit über 15 Jahren damals noch zu meiner Zeit bei Wienerberger. Du warst damals noch bei der Serviceplan Gruppe und wir waren stark auf Positionierung, Marken, Marketing, Kommunikation ausgerichtet und haben da 'n paar Projekte gemeinsam gemacht. Und ich hab immer auch deine, ja, deine Kreativität und dieses Anpacken und Umsetzen auch jetzt in einem sehr komplexen Umfeld bewundert und das hat uns auch sehr geholfen. Würdest Du sagen, dass dein Leben vor der Energiebranche, dass dir das geholfen hat, dieses Unternehmen nicht nur zu gründen, sondern auch diese unterschiedlichen Stakeholderbedürfnisse zu erkennen und gemeinsam zu etwas Neuem zu bündeln?

André Felker [00:15:44]:
Ja, völlig die richtige Frage. Mich hat vor allem beim Unternehmertum immer schon und ich bin jetzt seit über 20 Jahren auch Unternehmer, Wir hatten immer diese diese Gestaltungsmöglichkeit, die fand ich spannend. Jetzt kann ich so rückblickend sagen, weil jetzt ist das deshalb spannend und ist zum Beispiel fast 10 Jahre her. Da war der der Inhalt war war spannend, nämlich was wir getan haben am Produkt, aber es war genauso spannend, das Unternehmertum etwas zu gestalten und etwas auch mit in dem Fall mit Kunden gemeinsam zu gestalten. Mhm.

Alexandra [00:16:15]:
Und

André Felker [00:16:15]:
das finde ich, das das Schöne an am Unternehmertum ist dieses ist dieses kreativ sein dürfen, nämlich nicht nur in Farben und Formen und Worten, sondern kreativ sein dürfen in in Dingen wie wie ordnet man möglicherweise einen Markt neu an? Wie was kann man verändern? Wo sieht man Dynamiken, die man die man nützen kann und in eine Richtung entwickeln kann. Ich sag auf Keynotes oft, dass Uber nicht von Taxifahrern entwickelt wurde und Airbnb nicht von Hoteliers. Das hatte einen Grund, da kamen Menschen, so wie wir jetzt beim Energiethema oder beim Energie Slash Fintech Thema, die quasi von einer anderen Seite kommen, anders auf eine Branche draufschauen, nicht vorbelastet sind und beginnen die Dinge ganz kreativ, weil Du sagst, Alexandra neu anzuordnen. Und ja, ich glaub schon, dass dieses diese kreative Ader... Man man man, glaube ich, verwechselt das oft mit, dass man dass das etwas Künstlerisches sein muss, aber ist es nicht. Das ist ja die Art zu denken.

Alexandra [00:17:13]:
Glaubst Du aus deiner Perspektive jetzt, dass klassische Energieversorger aktuelle Kundenbedürfnisse vielleicht liegen lassen, weil sie sich vielleicht zu sehr auf, ich weiß jetzt nicht, Prozesse oder auf ihre angestammten Geschäftsmodelle verlassen. Das ist natürlich auch nachvollziehbar für einen großen Konzern, dass er das Schiff weiter durchs durchs Meer steuern möchte, ganz klar. Aber jetzt bezogen auf Kundenbedürfnisse, was meinst Du? Könnten die's besser machen? Könnten die's anders machen?

André Felker [00:17:47]:
Besser? Ja, natürlich alles, aber aber Du hast folglich recht mit der Frage. Wir müssen uns vorstellen, wo kommt das her? Das es gab früher Regionalversorger, das war halt eine Energieversorger. Den hast Du, Du hast ja nicht mal, hast ja keine Wahl gehabt, den zu nehmen und mich zu nehmen. Dann wurde der Markt liberalisiert, so wie Telekom, Märkte und so weiter. Plötzlich gab's Wettbewerb. In Österreich haben wir eine Sondersituation. Österreich, es wurde zwar EU weit liberalisiert, aber in Österreich haben wir gesagt, in den jeweiligen Bundesländern lassen wir uns in Ruhe wir Energieversorger. Das heißt, wir bieten nicht woanders an.

André Felker [00:18:17]:
So und jetzt gibt's aber, sehen wir, eine Tendenz international, dass die dass die Rolle des Energieversorgers stärker und stärker auf die Produktion und Distributionsäule, sprich quasi Energieproduktion und ist beziehungsweise ist Netzebene quasi und neue Partner wie wir oder durch uns die Kundenbeziehung übernehmen. Weil ganz ehrlich, welche Kundenbeziehung hattest Du, denn Du früher zu einem Energieversorger? Du hast eine Monats- oder Quartal- oder so Jahresrechnung bekommen. Genau. Dann gab's einmal im Jahr vielleicht eine Nachvorrechnung bekommen hast, aber mehr Kundenbeziehung gab's ja nicht, weil es auch die Notwendigkeit nicht gab. So wird plötzlich vor einem Markt. Die Menschen denken sich, wenn sie wechseln, ver sich ein paar 100 Euro im Jahr. Ein paar 100 Euro ist viel Geld für die für den Durchschnittshaushalt. Und ja, ich will jetzt nicht das Wort verschlafen nennen sagen, aber ja schon, da hätte man wahrscheinlich frühzeitig reagieren können und sich nicht darauf verlassen, dass die Kunden stabil so bleiben, wie sie sind.

André Felker [00:19:15]:
Wie wir sehen's bei 'nem großen Energieversorgung in Europa, der völlig wirklich von Monat zu Monat eine so stattliche Anzahl an Kunden verliert unf kann das nicht aufhalten. Da kommen neue Anbieter rein, der Markt ist neu, Neue Technologien, neue Möglichkeiten. Und ich ganz kurz noch, wenn ich das ergänzen darf, weil weil Du das vorher noch gesagt hast, natürlich, was ist unsere Rolle als als Green Tech Slash am Weg zum Fintech Unternehmen gehende Struktur? Natürlich schauen wir uns an, wie wir die Kundenbeziehung für unsere Daten optimieren können. Wir haben solche Innovationen drinnen, die die so im Vorbeigehen entstanden sind wie ein One Click Booking Flow, dass Du Du scannst einfach mit AI, trainiert auf deine alte Rechnung. Das übernimmt mit einer superhohen Treffergenauigkeit alle deine Daten mit Zählpunktnummer, die ist so lang. Das das ist eine der Hürden, warum Kunden nicht wechseln ist, weil das halt so eine lange Nummer ist und drückst quasi einen Knopf, hast einen automatischen Tarifvergleich zu allen anderen und buchst einfach. Du hast hast keine Logistik. Also wir haben's quasi als Erster dann so so neu angeordnet, dass andere es leichter haben, intelligente Geschäftsmodelle am Markt zu haben mit uns.

Barbara [00:20:17]:
Was würdest Du denn dann Konzernen raten? Also was was müssten Sie denn tun, dass sie, ich sag jetzt mal, dynamischer werden und innovativer werden und schaffen, ihre Kundenbeziehungen so zu, ich sag mal, gestalten, dass sie nicht davonlaufen, sondern bleiben oder zu innen strömen.

Alexandra [00:20:38]:
Und vielleicht gar nicht nur jetzt im Energiebereich, ja, weil wir haben schon über Kreativität gesprochen und sehr stark auch über das Thema Kundenbedürfnisse, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, weil man sich genau diese unterschiedlichen Stakeholderbedürfnisse und so weiter anschaut, was passiert da draußen in der Welt auf den Märkten und daraus dann auch was Neues entwickelt? Was was wären da deine Empfehlungen? Also wie kann man auch aus einem ganz langweiligen Produkt unter Anführungszeichen, was ja in Wirklichkeit gar nicht langweilig ist, aber sehr komplex auch. Wie kann man da etwas machen, wo wo viele unterschiedliche Akteure dann einen Vorteil daraus haben?

André Felker [00:21:23]:
Ich glaub das, was was spannend ist, ist, dass die in dem Fall die EU sehr frühzeitig erkannt hat, dass die Energiewende nur stattfinden wird, wenn man den Konsumenten und bitte, ich mein Konsument und Konsumentinnen, hättest Du vielleicht Ja. Generell generell ist jetzt zu zu formulieren. Wenn man den Konsument mit abholt, weil ganz ehrlich, Du kannst noch so viel sagen, wenn wir nicht das und das tun, mit Klima ziehen, Energiewende ziehen, blabla, PV Ausbau ziehen, dann wird die über über über übernächste Generation in einer schlechten Welt leben. Ganz ehrlich, das ist den Menschen ja egal. Das ist kennen die ja nicht einmal diese Generation, die's dann angeblich irgendwann schlecht haben wird, so. Das heißt, wenn wir Veränderungen wollen, auch für die Nachfolgeneration, müssen wir den Leuten einen Instant Benefit geben. Das hat die EU erkannt, deswegen gibt's solche Dinge wie das Clean Energy Package und so weiter. Das wurde dann auch auf US Ebene von Biden mit dem Inflation Reduction Act quasi noch mal ins Leben gerufen, weil der hat sich wieder gedacht, ah, die EU gibt Gas mit dem Green Deal.

André Felker [00:22:18]:
Wir machen Inflation Reduction Act, hab noch mehr Geld reingepumpt in nachhaltige Strategien und Technologien. Und warum? Damit die Menschen einen Vorteil haben, so. Und ich glaub, das ist das Wesentliche, sich sich anzusehen, was passiert denn? Wir sehen, wir müssen aus 40 Prozent Fossil raus weltweit, eine Energiewende Energiewende hält die Abflachung der der der globalen Erwärmung zu stoppen oder zu reduzieren. Die KI fährt uns ein um die Ohren energieverbrauchsmäßig. Das ist wirklich ein Thema und wir arbeiten

Alexandra [00:22:47]:
Stimmt, ja.

André Felker [00:22:48]:
auch mit Google zusammen und reden mit denen auch, nämlich nicht nur in Österreich, sondern in in... Vor allem in den USA. Das geht exponentiell. Es gibt mehr E-Autos und so weiter. Das heißt, die kommen ja gar nicht mehr nach, diese ganze Energie zu sourcen. Und damit wird Energie zum knappen Gut, Down the road. Da gibt's auch ganz interessante Publikationen darüber, dass es in Zukunft zwei globale Währungen geben wird, nämlich Gold und Energie.

Alexandra [00:23:10]:
Mhm.

André Felker [00:23:11]:
All weil alles, was verknappt, erfährt ja meistens eine Wertsteigerung. So, jetzt passiert das. Und wenn ich das schon sehe und wenn ich das antizipiere und das betrifft alle, dann können wir euch uns drauf einigen, dass das Hauptthema, das die Welt retten wird, tatsächlich, nämlich Energiewende, Verbräuche. Das ist die Basis. Energie ist die Basis für alles, was wir tun. So und wenn man das nicht sieht, dass der Energiemarkt wusste, ob das jetzt unser Bereich ist oder Hunderte andere Teilbereiche des Energiemarktes, das ist eine Chance, in der man quasi Dinge verändern kann, Geschäftsbeziehungen aufbauen kann, neue Umsatzströme machen kann. Ich glaub, das haben viele verschlafen zu sehen, dass Energie eigentlich demnächst big thing ist nach der digitalen Revolution kam oder ist... Sind wir mit in der elektrischen Revolution? Erneuerbare Energien, Speicher, Elektroautos.

André Felker [00:24:02]:
Das, glaub ich, haben viele 'n bissel... Alle waren so drin, die sind, die digitale die Digitalisierung ist nach wie vor in den Kinderschuhen. Plötzlich kommt's die Elektrifizierung der Welt, so sieht das nämlich. Es gibt das sogenannte Internet of Energy nennt man's, den Konvergenzmarkt zwischen Internet und Energie. IOE und es passiert so wahnsinnig viel und ich glaub, das haben viele nicht andere da gehabt und ihn auch leider auch am wenigsten, muss ich sagen, obwohl wir diese ganze Renewable Energy Heritage haben. Und deshalb das würde ich dem auf die Frage zurück Unternehmen empfehlen, bisschen weniger in in Produkten oder in so in so Silos zu denken, sondern wirklich mal den Blick zu heben, wo wo sich eigentlich die Welt hinentwickelt, welche Chancen man damit hat. Aber das ist auch das Schwierige, grade im Energieversorgungsbereich Du natürlich eine sehr lange Tradition hast auch an Mitarbeitersstrukturen. Jetzt muss derselbe Mitarbeiter was komplett Disruptives denken, der bis jetzt was sehr vielleicht Traditionelles gemacht hat.

André Felker [00:25:00]:
Das ist schon auch ein Change Management Thema, wie man solche Dinge dann wie man sich in für die Zukunft aufstellt. Mhm. Mhm.

Alexandra [00:25:06]:
André, Du hast es genannt, Instant Benefits zu ermöglichen, den Konsumentinnen zu geben. Sind die tatsächlich schon so weit im Sinne von, natürlich freut sich jeder über einen Benefit, aber dieses Thema Energie, so wie Du's jetzt beschreibst, sehr leidenschaftlich natürlich in deiner Rolle als Founder, als Co Founder passt sehr gut. Aber wir wissen, dass sehr viele Energieversorger derzeit ja auch sich sehr intensiv darum bemühen, komplexe Produkte, komplexe Prozesse, was auch immer, ihren Kunden und Kundinnen verständlich zu machen. Auch, dass sie dann natürlich Entscheidungen treffen können, hoffentlich auch mehr für Greentech. Sind diese Instant Benefits etwas, was aus deiner Wahrnehmung manche Unternehmen anfangen zu realisieren und damit auch ein Teil ihrer Kunden? Oder sind es so kleine Leuchtfeuer oder ist es eine Welle, die da auf uns zukommt?

André Felker [00:26:12]:
Ich glaube, Alexandra, was bewegt die Menschen normalerweise? Entweder sie sparen sich was oder sie haben von etwas mehr oder sie lieben etwas. Es gibt ja unterschiedliche, so Kaufentscheidungs-Trigger. Und ich glaub, dieses, grade im Energiebereich, da gibt's viel Benefite, jetzt mit uns oder ohne uns. Wenn Du allein wenn Du Anbieter einen Anbieter wechselst und dir anschaust, wo krieg ich mir den Strom günstiger? Du kannst dir wirklich viel Geld sparen und die Menschen und ein paar 100 Euro wie gesagt, macht einen Unterschied. Und in den unterschiedlichen Wechselquoten in in Europa, aber in Italien wechseln fast 20 Prozent der Haushalte jedes Jahr den Stromanbieter, weil sich viel Geld sparen dadurch.

Alexandra [00:26:48]:
Mhm.

André Felker [00:26:49]:
Und und ich glaub, das ist jetzt nix, was die Leute lernen müssen. Das ist so, wie Du dir anschaust, wo krieg ich's halt am günstigsten? Das ist so in unserer DNA als Menschen drin, dass wir dass wir uns anschauen, wo kriegen wir halt das Beste das Beste raus für uns?

Alexandra [00:27:01]:
Mhm.

André Felker [00:27:01]:
Oder wo bekomm ich halt auch mehr? Und wenn ich da die Schleife zurück darf, sehen darf zu unserem Paymenthema. In Zukunft, wir sagen, wir kommen von zahlen für Energie zu zahlen mit Energie. Das heißt, wir erfinden, Du musst nicht nicht mal adaptieren als Konsument, sondern Du gehst zur Kasse und siehst, ich krieg die Kilo Äpfel für 2 Euro oder vielleicht sogar günstiger für eine Kilowattstunde, also zahl ich mit der Kilowattstunde, weil ich mehr dafür bekomme. Mehr tun mehr tun die nicht. Das ist komplett... Es ist einfach Stunde zur Währung und so wie Leute halt, wir gehen ja über manche Länder Krypto als Zahlungsmittel akzeptieren, da passieren eine saubere, zusätzliche grüne Währung dazu. Und tatsächlich jedes Jahr so, in 2 Wochen, nicht einmal in 10 Tagen, stehe ich in Berlin auf der Bühne und kündige mit einem großen globalen Zahlungsanbieter eine Paymentlösung für Europa an auf Basis von erneuerbaren Energie. Also es passiert.

Alexandra [00:27:54]:
Ja, auf alle Fälle.

Barbara [00:27:56]:
Was macht dich denn sicher, weil Du grad das Thema Krypto angesprochen hast und das, ich sag mal, ist ja bedingt erfolgreich geworden. Was macht dich denn sicher, dass das Bezahlen mit Energie tatsächlich flächendeckend eine Erfolgsgeschichte sein wird und eben nicht so wie mit der Kryptowährung so ein bisschen, ich sag's jetzt sehr überspitzt, doch ein Nerd Thema ist?

André Felker [00:28:19]:
Einfach nur die Marktmechanismen. Ein Unternehmen hat sich signifikant Geld, indem es den Strom von dir als Kunde kauft und nicht vom Energieversorger. Es sein Marktmechanismus, sein Markttreiber. Das zweite ist, der kann dich in eine neue Kundenbeziehung vermitteln und mit dir mehr Revenue machen, zweites Thema. Und der Kunde macht das aber auch gerne, weil er plötzlich... Der muss nicht mehr sein Konto angreifen mit seinem quasi Echtgeld, sondern der geht halt zur Kasse und Zeit mit seinem mit Energie, den das in seiner Wallet hat. Auch ein dritter Marktmechanismus, dass Du für sich eine höhere Kaufkraft hast und das ist jetzt nicht so ein gut lustig, das ist irgendwie ein Nice to have, sondern da haben wir alle was davon und das macht auch keinen besser.

André Felker [00:29:00]:
Also auf diese potenziellen Marktmechanismen setzen wir in dem Fall und deswegen macht's auch plötzlich Sinn. Und warum kooperiert dann ein großer Zahlungsanbieter mit uns oder mehrere? Na, weil die leben vom Transaktionsvolumen. Die verdienen an der Transaktion. Wir verdienen auch by the way auch an der Transaktion. Verdiene in jeder Kilowattstunde, die über meine Plattform läuft. So und wenn ich jetzt mit einem Payment Provider meine Kräfte bündle und der hat plötzlich Billionen an potenziellen Transaktionen zusätzlich zu Geldtransaktionen, die aber alle auch noch Sinn machen, so wie vor ausgeführt, Durch die Marktmechanismen, die sowieso da sind, ist das ganz spannend, glaube ich.

Alexandra [00:29:33]:
Absolut, ja. Ich schau 'n bisschen auf die Zeit, Andre. Wir heißen ja Sound of Customers, jetzt hast Du uns eingangs auch schon im Vorgespräch gesagt, ihr sprecht bei Backbone gar nicht so von Kunden, sondern eher von Partnern. Also Sound of Partners würde ich das dann heute in unserer Episode nennen. Du hast uns auch einen Sound mitgebracht Und es hat ein bisschen, ich sag jetzt technische, nicht technische, es hat ein bisschen rechtliche Probleme gegeben. Wir können den Sound so nicht abspielen, aber Du hast dich bereit erklärt, uns den anders irgendwie mitzusiedeln. Nein, nein. Also was was ist dein Sound of Partners, mit uns heute mit dir? Alles Begleitung mitgebracht.

André Felker [00:30:13]:
Wir sind ja im Sales Mode und ich bin ja ich bin tatsächlich... Ich komme ja wirklich aus der komplett exponierten Kundenbeziehung, aus der Dienstleistung und war wahnsinnig wirklich quasi nicht sagen zu können, wir verkaufen nichts und wir haben etwas zu bieten. Also das ist so ein für ein völliges ein Mindset Change. Jetzt stimmt das natürlich nicht ganz, weil natürlich willst Du mit Unternehmen und mit Partnern, Geschäfterziehung und so weiter. Aber ich war wir heute bringen wir Technologie ein und ein Partner von uns bringt die Kundenbeziehungen ein. Wir machen einen Revenue Share auf dem Geschäftsmodell, das wir gemeinsam auszahlt. Das ist herrlich. Aber wir geben dem Partner die Bühne.

André Felker [00:30:50]:
Das heißt, wir sind in 'nem Art Intel Mode. Du siehst, irgendwo steht dann Power by Backbone one oder irgendwas, aber wir sind im Hintergrund. Und und wir erinnern uns selbst ein bisschen, nicht in der Dimension, aber in der Marktrolle an dieses, an dieses Intel Inside. Da ist quasi Backbone one Inside, man darf's gar nicht laut sagen, weil sie auch auch geschützt ist, aber das ist so quasi und da gab's dieses dieses Sound Logo, dieses das hat so geklungen (André summt die Melodie) und an das erinnern wir uns ein wenig teilweise, weil wir halt auch quasi in so ein Ingredient Brand sind.

Alexandra [00:31:20]:
Okay, sehr schön. Also ich glaub, alle unsere Hörer und Hörerinnen oder die meisten werden sich an diesen Intel Sound auf alle Fälle auch erinnern können, hast ihm ja jetzt gut nachgesummt und war eine schöne Überleitung, André. Vielen Dank also da auch für deinen Sound of Partners heute. Jetzt seid ihr doch ein Start-up. Was waren denn so die ersten oder die die größten Fehler unter Anführungszeichen oder Fehler will man gar nicht sagen, das, woraus ihr auch gelernt habt in Bezug jetzt auf eure Partner in den Anfangsjahren?

André Felker [00:31:56]:
Es ist immer schwierig, wenn Du wenn Du Pionier bist und wenn Du der 1. Bist, der uns quasi in den Markt setzen will. Wir verändern ja wirklich Marktdynamiken mit dem, was wir tun. Und dann fragt man sich natürlich immer wieder, Dynamiken mit dem, was wir tun. Und dann fragt man sich natürlich immer wieder so, wie realistisch ist, ist das ein Start-up Slash Scale-up mittlerweile? Wir sind ja auch von EY jetzt unter die Scale ups of the Year gewählt worden. Also das heißt, wir haben schon quasi Umsätze, wir haben schon... Wir sind am Markt in ein paar Jahren und und und sind da fragst und Kurs. Aber wie wahrscheinlich ist es, dass wir so ein...

André Felker [00:32:27]:
Dass wir die Kraft haben werden, es zu verändern? Wir haben uns lang gefragt, ob Österreich der richtige Fleck ist, sag ich euch, ich hab 'n hatte da 3 Wohnsitz in London, ich wollte dort starten, da kam Brexit, dann war das einmal gesagt, okay, wird sterben. Dann haben wir gesagt, okay, werden's in Wien gründen, weil wir auch diese Renewable Energy Heritage in Österreich haben. Und wir haben begonnen, nach Amerika zu gehen, haben mit Trump dann gestoppt, aber wir waren schon drüben, haben Gespräche geführt, wollten einen oft letztes Jahr schon machen an der East Coast, weil wir gesehen haben, wenn Du in Österreich Slash Europa startest, alle sprechen von Risiken, allen, was alles schiefgehen könnte bis Ja. Zum Treffen. Du drüben in Amerika bist, sprechen alle in Chancen. Es ist so angenehm. Ja, machen wir. Wir probieren's und wenn's nicht funktioniert, drehen wir's halt wieder ab.

André Felker [00:33:10]:
Hier, weil alle ganz, ganz, ganz, ganz sicher sein. Und ich hab mir immer gesagt, euer Leute, ernsthaft, niemand wird euch fragen, wenn ihr den grüne regionalen Strombrief für einen Kunden anbietet, der mit dem Kerngeschäft gekoppelt ist. Wer wird euch da fragen, ob das irgendwie schwierig ist? Es gibt ja dabei ein Investrisiko, weil wir verlangen ja nicht nur ein Geld, weil's ihr Geschäftsmodell, Revenue Share ist.

Alexandra [00:33:29]:
So

André Felker [00:33:30]:
und ich glaub so, da würd ich's noch mal starten. Ich glaub, ich würd ich würd aus Amerika nach Europa kommen, weil wenn Du von drüben kommst und sagen alle, ah, ihr seid super. Wenn Du von hier startest, dann wirst Du wird das wahnsinnig kritisch gesehen und wird abgewogen. Also ich... Und das finde ich aber so schade, das ist ein Fehler im System, weil im Internet, wenn man mit Unternehmen dreht, sagen alle, wir starten hier, die nach Amerika, wenn wir drüber erfolgreich sind, werden uns hier alle zuhören.

Alexandra [00:33:53]:
Mhm. Ja.

André Felker [00:33:53]:
Wenn uns alle zuhören, weil die stolz drauf sind, dass solche Modelle aus unserem Land kommen, aus unseren Content.

Alexandra [00:33:58]:
Ja, natürlich. Absolut, ja.

Barbara [00:34:00]:
Also heute haben in jedem Fall einige zugehört. Wer weiß, was daraus entsteht? Also vielleicht springt ja noch irgendjemand auch auf, der noch nicht euer Partner ist und sagt, wow, da hab ich echt Interesse, in die Richtung möcht ich gerne was machen, dann seid ihr, glaub ich, offen dafür. Mhm.

Alexandra [00:34:16]:
Also was mich ja total fasziniert, ist dieses, Du sprichst mehr vom Payment, was nachvollziehbar ist. Ich denke also in erster Linie natürlich auch an Mitarbeiterbenefits, Mitarbeiterbindung, Kundenbenefits, Kundenbindung und finde das faszinierend, wie ihr das gekoppelt habt mit Energielösungen. Ganz ein spannendes Geschäftsmodell. Welche Branchen wären denn aus deiner Sicht auch noch in nächster Zeit reif dafür, Energie als Service anzubieten oder als Payment für Ihre Kunden und und Mitarbeiter. Weil ich denke, einerseits könnten es Branchen sein oder Unternehmern, die einen Überschuss produzieren, den sie so noch besser nutzen können, aber auch nicht nur? Also welche Branchen würdest Du dir denn noch wünschen oder wo siehst Du denn, jetzt bleiben wir im USA Modus, wo siehst Du denn die größten Chancen und Möglichkeiten?

André Felker [00:35:15]:
Ich ich seh's ich seh's eigentlich überall dort, wo Du große... Also ideal Sweet Spot quasi für uns ist in den Geschäften bei Unternehmen mit eigenen Flächen, die dort selber auch erneuerbare Energien installieren können mit 1 hohen Anzahl an Endkunden. Und das sind vieles, Handel ist sehr stark, Automotive ist ganz, ganz stark. Wir haben solche Beispiele, die wir gerade mit einem großen Topmobil Brand entwickeln. Stellt euch vor, ihr habt ein E-Auto, fährt am Supermarkt am, also zum nächsten Supermarkt fährt am am Fast Food Restaurant vorbei, bestellt an den Burger und der Wert des Burgers wird von eurer Autobatterie ab. Die zahlst zB wie 'n rollendes Bankkonto. Wie viel Dinge bauen wir? Und das Automotive, es ist Handel, es ist sehr stark der ganze Finanzbereich. Energieversorger sind eher eine Enabler, also ein Partner von uns.

André Felker [00:36:04]:
Wir reden ja auch mit vielen haben hier auch bei uns im Haus, wenn ihr hier seht, zum Beispiel Untermieter, die in dieser Richtung sind. Und wir haben son House of Energy am fünfzehnten Bezirk, ein sehr schönes. Also ich glaub, dass das branchenübergreifend so sein wird, vor allem und das zu schließen, die EU gibt ja vor, die wir 'n Scope Ziele, Scope 1, 2, 3. Scope 2 ist, dass Du quasi CO2 neutral innerhalb deiner deiner Strukturen sein musst. Scope 3 heißt, Du musst CO2 neutral innerhalb deiner Wertschöpfungskette sein. Das heißt, was tut denn zwischen Mineralölfirmen? Wie können die gewährleisten, dass die quasi CO2 Neutralität herstellen? All die können dann durch Errichtungvorflächen, durch Geschäftsgelder auf Basoramalergie etwas beitragen. Also da da gibt's ganz viele, ich würd's nicht... Alles was B2C ist prädestiniert und B2B zumindest im Wertschöpfungsaspekt mit mit unter dem, die B2C sind, ebenfalls.

Alexandra [00:36:55]:
Mhm, okay.

Barbara [00:36:56]:
Sehr schön.

Alexandra [00:36:57]:
Jetzt hab

Barbara [00:36:57]:
ich noch eine abschließende Frage. Zahlst Du denn noch mit Geld?

André Felker [00:37:00]:
Ich muss noch leider Gottes. Wir werden jetzt rausgehen werden mit unserem neuen Produkt, aber dann zahl ich nur noch mit erneuerbare Energie.

Alexandra [00:37:05]:
Okay, schön.

Barbara [00:37:08]:
Vielen herzlichen Dank für dieses wirklich spannende Gespräch. Also bei mir haben Sie viele Gehirnwindungen irgendwie neu geformt. Ich find das Geschäftsmodell superspannend und auch großartig, was ich da anbietet und viel, viel Erfolg weiterhin. Ich werd mir das gleich im Nachgang anschauen, was das für mich persönlich auch bedeutet oder was ich da machen kann. Danke. Auf jeden Fall für das Gespräch. Gerne. Hat er sehr viel Freude gemacht.

André Felker [00:37:30]:
Danke, Danke vielmals. Ja,

Alexandra [00:37:35]:
puh. Vielleicht rattert es ja bei euch genauso wie bei Barbara und bei mir ein spannendes Geschäftsmodell, viele neue Chancen für die Mitarbeiter und für die Kundenbindung und natürlich auch dafür unsere Klimaziele zu erreichen. Für mehr Informationen schaut's gerne bei Backbound One vorbei. Wenn ihr direkt mit André in Kontakt kommen möchtet, dann stellen wir gerne auch die Verbindung her, dann schreibt uns unter office@kunde21.com und wir vernetzen euch gerne. Wir freuen uns, wenn ihr auch in 2 Wochen wieder hineinhört bei uns. Wir bleiben natürlich in Österreich. Dieses Mal geht's ins Burgenland mit 1 sehr bekannten, sehr starken Marke, mit einem sehr ja, langjährigen Produktportfolio, das aber dennoch auch sehr innovativ ist und sich immer wieder neu entwickelt. Wir freuen uns, wenn Du wieder dabei bist.

Alexandra [00:38:37]:
Eine schöne Zeit. Danke.